Arnstadt/Jonastal
In enger Zusammenarbeit zwischen der Südthüringer
Jonastalgesellschaft für Bernsteinzimmerforschung (STJGFB), dem Referat KII/III
des BMI, dem Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege in Erfurt, der Bundeswehr und dem
Kampfmittelräumdienst haben die Aufwältungsarbeiten am Verdachtsstandort
Friedrich 14 in unmittelbarer Nähe der im Jonastal befindlichen Stollenanlage
begonnen.
Foto : (C) Andreas Thiem/Volker Sickma
Die unter der
Leitung von Andreas Thiem und Volker Sickma stehenden Arbeiten sind auf eine
Dauer von 7 Tagen projektiert.
Die auf Basis von
Archivunterlagen und bisher unzugänglichen Luftbildern lokalisierte Stelle mit
Blick auf die bestehende Stollenanlage bietet nach einschlägiger Meinung der beteiligten
Experten erstmals seit geraumer Zeit wieder einen stichhaltigen Ansatzpunkt für
die zeitgeschichtliche Aufarbeitung der Region.
„Wir erwarten die
Existenz eines Betonfundaments in einer mutmasslichen Tiefe von 12,50 Metern“
erklärte Andreas Thiem und fügte an, dass diese Anomalie durch „Messhilfsmittel“
festgestellt worden ist. „Nach uns vorliegenden Informationen diente dieses
Fundament als Ausgangsbasis für den Vortrieb von 3 Stollen im Ripplinger Berg
Verfahren“ erläuterte Volcker Sickma auf Nachfrage.
Foto : (C) Andreas Thiem/Volker Sickma
Zu dem zu erwarteten
Fundbild wolle man aus „verständlichen Gründen“ zum jetzigen Zeitpunkt keine
Angaben machen. „Gehen sie bitte davon aus, dass BMI und Landesamt zu gegebener
Zeit die Öffentlichkeit informieren werden“ erklärte ein nicht genannter
Angehöriger der Bundeswehr.


