Samstag, 30. Juni 2012

Das Who is Who des Bernsteinzimmers - Die frühen Jahre

Wie alles begann...


Friedrich I - Er krönte sich in Königsberg selbst und hatte die Idee von einer Bernsteingalerie.



Johan Friedrich Eosander von Göthe - Er war der Projektleiter des Bauvorhabens im Schloss Charlottenburg


Friedrich Wilhelm I - Er setzte neue Prioritäten in der Finanz- und Aussenpolitik und traf sich in Havelberg mit Peter dem Grossen.


Jacob Paul von Gundling - Ist er ein direkter Vorfahre des mitteldeutschen Historikers und lässt sich so dessen Bezug zum Bernsteinzimmer erklären ?



Peter I - Er fand gefallen an der Bernsteingalerie und bekam diese geschenkt.


Elisabeth von Russland - Sie liess das Bernsteinzimmer nach Zarkoje Sselo bringen.


Bartolomeo Francesco Rastrelli - Er erweiterte das Bernsteinzimmer und fügte die Spiegelpilaster ein.


Katharina II - Sie gab die Vollendung des Bernsteinzimmers in Auftrag.


Nikolaus II - Er war der letzte Hausherr in Zarskoje Sselo und Eigentümer des Bernsteinzimmers.

Das Who is Who des Bernsteinzimmers - Beteiligte

Das "Deutsche Reich" stellte wie folgt auf :


Georg von Küchler - Er befehligte die 18. Armee im Verband der Heeresgruppe Nord.


Ernstotto Solms-Laubach - Er hatte ein Herz für herrenlose Kunst.


Georg Poensgen (mitte) - Unterstützte Ernstotto bei seinen Aktivitäten.



Wilhelm Achtermann - Er klaute das Mosaik.


Erich Koch - Der Eisenbahner aus Wuppertal liess einpacken.


Erich Koch - Er konnte sich nicht um Kisten kümmern.


Erich Koch - Er freute sich auf Besuche im Gefängnis.


Gustav Wyst - Wenn der Postmann zweimal klingelt.


Albert Popp - Er war der Neffe von Martin Mutschmann.


Albert Popp - Er tauchte in Weimar auf.


Albert Koch - Er bevorzugte sportliche und komfortable Autos.

Das Who ist Who des Bernsteinzimmer - Die Sowjetunion

Vom Zentralkommitee der KPdSU delegiert wurden u. a.


Alexander Brjussow - Er führte das verhängnisvolle Tagebuch.


Awenir Owsjanow -  Er leitete die Suchkommission Bernsteinzimmer.


 Alexander Kedrinskij - Er betrachtete das Bernsteinzimmer noch mit der Lupe.


 Iwan Sautow - Alle die nach dem Bernsteinzimmer suchten kamen ums Leben.


Vera Brjussowa - Ihr Mann wurde von Dr. Alfred Rohde belogen.

Freitag, 29. Juni 2012

Das Who is Who des Bernsteinzimmers - Das MfS

Die Deutsche Demokratische Republik nominierte u.a. folgende Personen für die Suche nach dem verschollenen Bernsteinzimmer.


Erich Mielke - Er suchte ein Geschenk für den grossen Bruder und liess nach dem Bernsteinzimmer suchen.


Gerhard Neiber - Als einer der Stellvertreter von Mielke fiel der ganze Aktenkram bei ihm an.


Hans Seuffert - Erhielt von Neiber weitreichende Kompetenzen und wurde erst von Kurt Hänsel über die Gesamtzusammenhänge aufgeklärt.


Dr. Paul Enke - Er suchte und suchte.


Uwe Geißler - Er zückte von Zeit zu Zeit den Ausweis der Volkspolizei.


Jürgen Tschiedel - Er arbeitete im Team von Dr. Paul Enke.


Stefan Zwickirch - Er sorgte für Geheimhaltung.

Sonntag, 24. Juni 2012

Grundlagen der Bernsteinzimmersuche - Teil 1

Nach zahlreichen Zuschriften interessierter Leser unserer Internetseiten geht die Südthüringer Jonastal Gesellschaft für Bernsteinzimmerforschung (STJGFB) neue Wege.

Wir möchten den zahlreichen Bernsteinzimmersuchern in Deutschland, Europa, ja der ganzen Welt helfen erfolgreich im Thema zu arbeiten und zu forschen.

Aus der Rubrik "Bücher die man gelesen haben sollte" geben wir daher an dieser Stelle den Hinweis auf ein Grundlagenwerk für den ambitionierten Bernsteinzimmersucher.

Meyers Orts- und Verkehrslexikon hilft dem ambitionierten Bernsteinzimmersucher bei der Aufklärung der so genannten Namens-Doppel-Verschwörung.

Durch die Konsultation dieses umfassenden Werkes wird die Entschlüsselung von Verlagerungsbefehlen und Bestimmung der richtigen Zielregion zum Kinderspiel.


 Abbildung : Titelseite


Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches 1935

Samstag, 23. Juni 2012

Die Wahrheit des Günter Wermusch

Wermusch über die von „Zeitzeugen“ abgegeben „Erlebnisberichte“ und die Theorien so mancher „Hobbyforscher“ und „Sonderlinge“

„Was indes bei diesen Zeitgenossen stört, ist die Absolutheit ihrer Aussagen. Sie bieten nicht Hypothesen, überdenkenswerte Möglichkeiten an, sondern sie wissen es ganz genau.“

Dieser Aussage ist eigentlich nichts hinzuzufügen.


Günter, die Suche geht weiter !

Donnerstag, 21. Juni 2012

ARU beginnt Buchprojekt

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Bernsteinzimmerforschung (IfBzF) hat die ARU der Südthüringer Jonastalgesellschaft für Bernsteinzimmerforschung die Arbeit an der Erstellung eines Leitfadens für Bernsteinzimmerjäger in Buchform begonnen.

Entwurf : Layout Buchtitel

Beginnend mit der Entstehungsgeschichte des Bernsteinzimmers und dessen verschiedenen Evolutionsstufen ist geplant möglichst früh im Buch bereits die Grundlagen für Bernsteinzimmerjäger zu vermitteln.

Ausführlich eingegangen wird auf die unterschiedlichen beteiligten Personen und Organisation im Rahmen der Verbergung des und der Suche nach dem Bernsteinzimmer.

Der am Thema interessierte Leser darf neben einer ausführlichen Grundlagenvermittlung ebenso eine lückenlose Beweis- und Indizienkette erwarten. 

Der Anhang des Buches wird aus zahlreichen Grafiken und Quellen bestehen und auch einen Kurzleitfaden für Bernsteinzimmerjäger enthalten.

Geplantes Veröffentlichungsdatum : 23.4.2019

Mittwoch, 20. Juni 2012

Sendungsverfolgung Bernsteinzimmer

Das Bernsteinzimmer stets im Blick haben die Experten der Archive Recovery Unit (ARU) der Südthüringer Jonastal Gesellschaft für Bernsteinzimmerforschung (STJGFB) durch Einsichtnahme in transportbegleitende Dokumente aus dem Jahre 1717.


Der vorliegende, zweiseitige, Gesamtbericht diente der Information von Friedrich Wilhelm I. über den Status Quo des Versand des Bernsteinzimmers als Geschenk an Zar Peter I.

Im Moment analysieren die Experten der ARU die zu Havelberg im November 1716 ausgetauschten Deklarationen im Hinblick auf die Entwicklung der auswärtigen Beziehungen Preussens zum zaristischen Russland.

Samstag, 16. Juni 2012

Zarskoje Sselo 1710 - 1910


1710 - 1910

Zarskoje Sselo

VON

S. v. Wiltschkowski

Gedruckt auf Befehl des Chefs der Palaisverwaltung von Zarskoje Sselo

Auf den Gemäldesaal folgt das „Bernsteinzimmer“. Mit diesem beginnt die „Hälfte der Kaiserin Maria Feodorowna“.
Das Bernsteinzimmer besitzt drei Fenster, die bis zur Diele reichen; es liegt zum Schloßplatz hin und hat doppeltes Licht. Die Wände sind mit Bernstein bekleidet; an den Zwischenwänden befinden sich Spiegel, die bis zur Diele reichen; sie sind von vergoldeten Stuckrahmen im Rokokostil umgeben; an den Wänden sind vergoldete Stuckleuchter in demselben Stile. Die Plafond stammt von einem unbekannten Künstler des 18. Jahrhunderts. In der Mitte des Zimmers erhebt sich das Modell des Berliner Denkmals des preußischen Königs Friedrichs des Großen. Die Möbel sind weiß, leicht vergoldet und mit gelben Stoff bezogen. Bei den Fenstern stehen in Vitrinen kleine Bernsteinsachen : Schachfiguren, kleine Schatullen, Tabakdosen und anderes. Die Uhr ist aus Bronze, sie stellt einen Baum mit Aesten dar, an denen Blätter und Blüten aus Porzellan sind; unter ihm steht eine Gruppe aus vergoldeter Bronze, von Causard in Paris in der Mitte des 18. Jahrhunderts gearbeitet.
In die glatten Bernsteinwände sind in reich geschnitzten Bernsteinrahmen vier Mosaiklandschaften eingelegt, sie stellen allegorisch die fünft Sinne des Menschen dar. An der Wand, die zu dem Gemäldesaale hin liegt, finden sich zwei Jahreszahlen, 1709 und 1760, in Bernsteineinlage. Auf Bestellung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (?) fertigte der Bernsteinmeister Gottfried Turau das Bernsteinkabinett an. Während seiner Zusammenkunft mit dem Könige bat Peter sich ziemlich ungeniert das Kabinett aus 160), das sich damals im Berliner Schloß Monbijou befand, wo Peter wohnte. Der König schenkte das Kabinett dem Zaren, der es mit einem Brief aus Amsterdamm vom 7. Januar 1717 161) aus Berlin nach Memel bringen ließ; dort empfing der Oberhofmeister der Herzogin von Kurland Anna Joannowna, Bestushew, das kostbare Kabinett und schickte es unter mitlitärischer Bedeckung über Riga nach Petersburg. Hier blieb es anscheinend unbenutzt bis 1755 liegen, bis der Bernsteinmeister Martelli, der ein Zimmer des Winterpalais mit Bernstein zu schmücken begonnen hatte, den Befehl erhielt, seine Arbeit einzustellen, den Bernstein zu sammeln und damit das Kabinett aus Zarskoje Sselo auszustatten. Im Jahre 1830 erfolgte auf Vorstellung des Generals Sacharshewski die Allerhöchste Erlaubnis, das Bernsteinzimmer durch den Drechslermeister Esch ausbessern zu lassen. Im Jahre 1911 sind die Bernsteinsachen, die in den Vitrinen stehen, durch die Firma Moritz Stumpf & Sohn in Danzig restauriert worden.


Donnerstag, 14. Juni 2012

Der zerplatzte Traum

Im Juli 1963 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen vielbeachteten Artikel über das Bernsteinzimmer, welcher eine Reihe von Reaktionen von Zeitzeugen in Form von Leserbriefen zur Folge hatte.

Aus der Serie "Leserbriefe zum Bernsteinzimmer" veröffentlicht die Südthüringer Jonastal Gesellschaft für Bernsteinzimmerforschung (STJGFB) an dieser Stelle exclusiv die Reaktion des Gustav Adolf Richter vom 5.8.1963.


Mit Sicherheit vernichtet

Den Aufsatz “Das verschollene Bernsteinzimmer” (F.A.Z. vom 18. Juli) habe ich mit besonderem Interesse gelesen. Ich selbst bin im Juni 1945 mit Dr. Alfred Rohde zusammengetroffen, der damals im Auftrag der Russen im Gebaeude des Staatsarchivs Koenigsberg – eines der wenigen noch erhaltenen Gebaeude der Stadt – aus demTruemmerfeld der Stadt zusammengetragene Kunstgegenstaende sichtete. Bei dieser Gelegenheit erzaehlte mir Dr. Rohde auf meine diesbezuegliche Frage, wonach die Kunstsammlungen der Stadt Koenigsberg, darunter der bedeutende Bestand an Oelbildern Lovis Corinths, die auf einem Schloss (meiner Erinnerung nach im Ermland gelegen) ausgelagert gewesen seien, durch Brandschatzungen des russischenMilitaers voellig vernichtet worden seien. In diesem Zusammenhang erwaehnte er auch das besagte Bernsteinzimmer, das das gleiche Schicksal erlitten habe. Aus der Formulierung der Mitteilungen Dr. Rohdes muss ich schliessen, dass er damals mit Sicherheit wusste, dass das Zimmer vernichtet war. Dass, wie es in dem F.A.Z.-Aufsatz heisst, Dr. Rohde brieflich erklaert habe, die das Bernsteinzimmer aufbewahrenden Kisten haetten sich noch am 5. April 1945 auf Schloss Wildenhoff, also weit in der Provinz, befunden, ist voellig unwahrscheinlich. Denn Koenigsberg fiel am 9. April 1945. Am 7. April begannen die Strassenkaempfe, und seit Wochen war die Stadt fest eingeschlossen und von dem uebrigen Ostpreussen, jedenfalls soweit es suedlich der Stadtgrenze begann, gaenzlich abgeschnitten.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Eilmeldung : Historiker und Schriftsteller vor Durchbruch im Fall Bernsteinzimmer

Nach uns vorliegenden Meldungen steht der als Forenclown C. bekannte Historiker und Schriftsteller Kurt H. aus E. kurz vor der Entdeckung des Bernsteinzimmers.


Foto : Mutmasslicher Bernsteinzimmerentdecker Kurt H. aus E.
Aus ästhetischen, rechtlichen und Geheimhaltungsgründen 
musste das Foto bearbeitet werden.

Nach Angaben von H. passt diesmal alles zusammen, im Moment ist H. damit beschäftigt weiteres Material zu sichten.

Neben einem exclusiv H. vorliegenden Sammelbefehl sind aus Sicht von H. auch die Angaben des MfS und die Aussagen von Margarete Kühn stimmig und weisen auf den Lagerort des Bernsteinzimmers hin.

Zur Zeit wendet sich H. verstärkt über verschlüsselte Botschaften in Internetforen an seine Mitstreiter.

Nachdem H. zunächst in seinem Stammforum www.explorate.de Informationen gestreut hatte reaktivierte er nach mehr als 3 Jahren sein Nutzerkonto bei www.detektorforum.de. Abzuwarten bleibt, welche Konsequenzen die Aktivierung hat und welche Begleiterscheinungen mit ihr einher gehen werden.  

Entscheidend für die Lösung des Falles scheint gewesen zu sein, dass H. nun endlich verstanden hat, dass es 4 verschiedene Himmelsrichtungen gibt.

In diesem Zusammenhang räumte H. Fehlinterpretationen vorhandenen Quellenmaterials ein, verwies aber gleichzeitig auf laufende Überlegungen, welche, so H., den Durchbruch bringen könnten.

Montag, 11. Juni 2012

Kann dieser Mann helfen das Bernsteinzimmer zu finden ?


Adrian Monk war früher Polizist beim Morddezernat des San Francisco Police Department. Als seine geliebte Ehefrau Trudy bei einem Anschlag ums Leben kam, verstärkten sich seine zahlreichen Macken durch das Trauma enorm und wurden zu einer psychischen Störung. Er wurde aus dem Polizeidienst entlassen und verließ drei Jahre lang seine Wohnung nicht.

Auf einem Flug von San Francisco nach New York gelang es den Experten der Südthüringer Jonastal Gesellschaft für Bernsteinzimmerforschung den Kontakt zu Adrian Monk und seiner Assistentin Natali Teeger herzustellen.

 Foto : Adrian Monk

Monk arbeitet in schwierigen Fällen als freier Berater für die Polizei. Dabei hat er trotz oder gerade durch seine Phobien einen guten Spürsinn für Dinge, die nicht in Ordnung sind.


Natalie Teeger unterstützt Adrian Monk als Assistentin im Rahmen seiner Ermittlungstätigkeit und wird auch im Fall des verschollenen Bernsteinzimmers aktiv mitarbeiten.


Foto : Natali Teeger

Wir haben Monk mit den notwendigen Unterlagen "Rund um das Bernsteinzimmer" versorgt und sind gespannt, welche Entwicklungsansätze Adrian gemeinsam mit uns verfolgen wird. 

Wie wird Adrian Monk die Aussagen des vermeintlichen Transportführeres Alfred Keiluweit, aka Manfred Effenberg-Rasmussen beurteilen ?

Welche Eindrücke wird Adrian Monk bei Betrachtung des Bildmaterials der mysteriösen Stollenanlage im Jonastal bei Arnstadt gewinnen ?

Wird es Adrian Monk gelingen die Adelsverschwörung um das Bernsteinzimmer aufzuklären ?

Wird es uns gelingen Natali Teeger zu einem romantischen candle light dinner einzuladen ?

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Adrian Monk und Natali Teeger !

Be monkish !

Sonntag, 10. Juni 2012

ПОТЕРЯ + ВОЗВРАТ - НЕМЕЦКО-РУССКИЙ МУЗЕЙНЫЙ ДИАЛОГ

Потеря + Возврат
Когда 1,5 миллиона произведений искусства
возвратились на родину

Сотни тысяч посетителей восхищаются ежегодно Пергамонским
алтарём в Берлине, «Сикстинской Мадонной» Рафаэля или «Зелё-
ными сводами» в Дрездене. Это не только вершины мировой куль-
туры но также и важные составные части культурной идентичнос-
ти Германии. Однако лишь немногие из восхищённых посетителей
знают, что эти знаменитые создания являлись свидетелями самых
драматических событий, которые когда-либо происходили в ис-
кусстве. История сначала потерянных, потом вновь обретённых
произведений искусства началась во время Второй мировой вой-
ны. Гитлеровские армии разграбили и разрушили большую часть
русского культурного наследия. В качестве компенсации за столь
немыслимые потери московский историк искусства Игорь Грабарь
уже в 1943 году требовал художественные сокровища «трофейно-
го искусства» из немецких музеев. В течение двух лет экспертным
бюро был составлен целевой список предметов, которые подле-
жали конфискации после захвата Германии. После вступления
Красной Армии «Трофейные бригады» конфисковали сотни тысяч
произведений искусства для перевозки в СССР. О запланирован-
ном Музее «трофейного искусства» не могло быть и речи, даже
выставка, вернисаж которой должен был состоятся в Москве в
1946 году, была запрещена. Под покровом молчания произведе-
ния искусства из Германии держались в спецхране.
Настоящей сенсацией явилось решение Совета Министров СССР
от 31-го марта 1955 г. о возврате дрезденских сокровищ. Уже 27-го
ноября того же года картины можно было увидеть в Националь-
ной галерее в Восточном Берлине, прежде чем они возвратились в
Дрезден. Это явилось не в последнюю очередь спектаклем времён
холодной войны. В тоже время в ФРГ было принято решение об
окончательной передаче в западную часть Берлина музейных
фондов, попавших в 1945 г. в западные оккупационные зоны. К
тому же, в мае 1955 г. был подписан Варшавский договор, и рести-
туция Дрезденской галереи явилась как бы жестом дружбы в сто-
рону военного партнёра ГДР.
21 мая 1957 г. ЦК КПСС принял последующее решение о передачe
других предметов музейных фондов. Первый такой транспорт
прибыл в Восточный Берлин 9-го сентября 1958 г, а всего, до сере-
дины января 1959 г., из Москвы и Ленинграда было доставлено
300 вагонов. В них находилось 1.5 млн. художественных произве-
дений. Очевидцы вспоминают ту эйфорию, которая была вызвана
встречей с оригиналами. «Все ждали, затаив дыхание! Большин-
ство из молодых сотрудников не могли себе представить, что было
спрятано в ящиках», – вспоминает о прибытии драгоценностей в
Дрезден Иоахим Менцхаузен, ставший позже директором «Зелё-
ных Сводов». Подобные выставки состоялись раньше в Москве,
Ленинграде и Киеве, где лишь немногие из советских хранителей
знали, что было спрятано в их тайных запасниках. С августа по де-
кабрь 1958 г. в СССР приезжали научные сотрудники и реставрато-
ры из ГДР, подготавливающие с советскими коллегами произведе-
ния искуссства для их отправки на родину. В кратчайшие сроки
была выполнена огромная логистическая работа. После того, как
7-го августа 1958 г. изумлённой публике в Москве и Ленинграде
были впервые выборочно показаны лучшие произведения искус-
ства, уже 2-го ноября на Острове Музеев в Берлине состоялся
вернисаж «возвращенцев».
Для культурной жизни ГДР акция возврата явилась волнующим
моментом, вдохновившим на восстановление разрушенных во вре-
мя войны музеев. В начале октября 1959 г. состоялось торжествен-
ное открытие Пергамонского музея со всемирно знаменитым фри-
зом алтаря и большей частью фондов Музея Боде. Открытие
сопровождалось многочисленными презентациями. Почти все вос-
точно-берлинские музеи вышли таким образом вновь на арену
высокого класса. То же происходило в Дрездене, куда возвратилось
600000 произведений искусства, а также в Готе, Дессау, Лейпциге,
в Потсдамских замках, где благодаря реституированным фондам
музеи были заново открыты. И всё-таки уже тогда не всё было воз-
вращено. Около одного миллиона объектов искусства оставалось в
основном в Москве и Ленинграде, среди них сокровище Трои или
«Золото Эберсвальде», тысяча полотен из фонда «Прусских Замков»
или почти весь довоенный фонд Восточно-азиатского собрания
произведений искусства в Берлине.
Без сомнения, без советских возвратов 1955 и 1958 годов немец-
кий культурный ландшафт и ансамбль искусства как таковой обед-
нели бы. 50 лет спустя 28 немецких музеев участвовали в юбилее,
чтобы благодарно и достойно отметить это великое культурно-по-
литическое дело. Но стоит также подумать о невыясненной про-
блеме невозвращённых богатств. С воспоминанием о радостном
возвращении искусства на родину в 1958 г. связаны дружеские
отношения между обеими странами. В ознаменовании этого «Ини-
циaтивa Немецко-Русский музейный диaлог», в которой участвуют
почти 80 немецких музеев, поставила задачу интенсификации кон-
тактов и кооперации между специалистами. Такое сближение даёт
надежду, что в обозримый промежуток времени будет найдено
решение вопросов о произведениях искусства, перемещённых в
военных условиях и имеющих для обеих сторон важное значение.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Die Henkensiefken Briefe aus dem Jahr 1960

Im Jahre 1960 erschien im Ostpreussenblatt ein Artikel über das Bernsteinzimmer. Am 30. September 1960 erschien in der 40ten Ausgabe des 11ten Jahrgangs der Bericht "Wo blieb das Bernsteinzimmer ?".

Nach Veröffentlichung des Artikels entstand ein Schriftwechsel zwischen Friedrich Henkensiefken und Hans Gerlach in welchem sich die beiden zu den Inhalten des Artikels austauschten.

Mitglieder der Archive Recovery Unit (ARU) der Südthüringer Jonastal Gesellschaft für Bernsteinzimmerforschung (STJGFB) konnten den Schriftwechsel im GStA in Berlin einsehen.

Exclusiv hier, auf den Internetseiten der Südthüringer Jonastal Gesellschaft für Bernsteinzimmerforschung (STJGFB), wird der komplette Wortlaut des Schriftwechsels veröffentlicht.



Kassel-Whoehe, den 9. Oktober 1960
Mulangstrasse 8.

Sehr verehrter Herr Oberbaurat !

Fuer Ihren Brief mit den Fragen nach dem Bernsteinzimmer danke ich Ihnen herzlich. Auch ich hatte den Aufsatz im Ostpreussenblatt gelesen und wollten Ihnen schon von mir aus alles das schreiben, worauf ich mich noch besinnen kann. Da ich auch hoffte, auch Naeheres ueber das Schicksal Dr. Rohdes schreiben zu koennen, wandte ich mich an einen Koenigsberger Bekannten, der jetzt in Bielefeld ansaessig ist. Er war in Kbg. als Zahnarzt taetig und erlebte mit seinen Eltern auch die russische Zeit (bis 1947?). Da die Russen Aerzte brauchten, wurde e rim Krankenhaus der Barmherzigkeit eingesetzt. Wie er mir vor langer Zeit gelegentlich erzaehlte, hat er damals auch Dr. Rohde und Frau im Krankenhaus wieder getroffen, die er von Bilderkaeufen bei den Ausstellungen im Kroenungsgang kannte. Dr. Rohde war sehr krank und ist an Dysenterie gestorben. Ich hatte also jetz auf Grund des Aufsatzes ueber das Bernsteinzimmer nochmal an unseren Freund geschrieben und um genaue Einzelheiten – Ort, Zeit, Todesursache – gebeten. Leider ist die Antwort noch nicht eingegangen, die ich Ihnen aber sofort nach Eingang uebermitteln werde.

Was ich Ihnen ueber das Bernstseinzimmer sagen kann, ist nicht viel. Von Frau Krueger erhielt ich vor langer Zeit die Adresse von Frl. Magdalene Rau, die im Vorzimmer von Dr. Rohde als Sekretaerin sass. Vielleicht weiss sie noch mehr. Ihre Adresse ist : Muenchen, Poststrasse 16 I. Ich weiss nicht, ob sie nicht umgezogen ist.

Das Bernsteinzimmer ist schon im Herbst 1941 durch die SS (SD) nach Koenigsberg gebracht worden. Diese Aktion war keineswegs geheim, was auch schon daraus hervorging, dass von Anfang an beabsichtigt war, das Zimmer der Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen. Dr. Rohde bestimmte hierfuer den Raum 37 neben dem Lovis-Corinth-Gedaechtnissaal im III.Geschoss des Unfriedbaus. Da der Raum aber kleiner war als der in Zarskoje Sselo, konnten nicht alle Stuecke aufgestellt bezw. angebracht werden, u.a. auch nicht die Spiegelfelder und die dazwischen befindlichen Fuellstuecke mit Bernsteinauflage. Anfang 1942 war der Raum eingerichtet und wurde zur Besichtigung freigegeben. In dem im Fruehjahr 1942 von der Verwaltung der Staatlichen Schloesser und Gaerten herausgegebenen Fueher “Das Schloss in Koenigsberg (Pr) und seine Sammlungen” Fuenfte erweiterte Auflage, bearbeitet von Dr. Alfred Rohde, wird das Bernsteinzimmer wie folgt beschrieben:

Raum 37 (neben dem Corinthsaal) Bernsteinzimmer Friedrichs I. aus Zarskoje Sselo bei Leningrad.Das Zimmer wurde bald nach der Koenigskroenung Friedrichs I. 1701 fuer Charlottenburg begonnen, dann im Stadtschloss Berlin eingebaut.1716 schenkte es Friedrich Wilhelm I. dem russischen Zaren Peter d. Grossen, der es in sein Winterpalais in Petersburg ueberfuehrte. Die Kaiserin Elisabeth uebertrug es nach Zarskoje Sselo, wo Rastelli es mit reichen Rokokozutaten 1755-1760 einbauen liess. Deutsche Soldaten retteten im Herbst 1941 das Zimmer aus dem stark gefaehrdetem Schloss.

Das Bernsteinzimmer wurde m. W. bereits vor der Einrichtung der Wehrmachtsausstellung im Sommer 1943 wieder ausgebaut, da auch die Raeume des III. Stockwerkes im Unfriedbau fuer diese Ausstellung in Anspruch genommen warden sollten. Die Teile wurden verpackt und zunaechst in den Arbeits- und Unterstellraeumen im Erdgeschoss des Suedfluegels (anschliessend an den Unfriedfluegel) untergebracht. Fuer die endgueltige Unterbringung wurden vorgesehen der untere Raum des Schlossturms, der Luftschutzraum im Unfriedbau oder schliesslich der oeffentliche Luftschutzbunker in der Naehe der Neurossgaerter Kirche (Butterbergstr. Oder Coppernicusstrasse?). An allen Stellen wurden die wertvollen Kunstgegenstaende aus den Schloss- und Museumsbestaenden untergebracht. Wohin dabei das Bernsteinzimmer gekommen ist, darauf kann ich mich nicht mehr besinnen. Es wurde auch die Auskunft im Ostfluegel zur Aufnahme von Kunstgegenstaenden hergerichtet. Hier wie auch in den Ordensraeumen befanden sich nach meiner Erinnerung nur Bilde rund Kunstgewerbe aus den Kgl.Gemaechern. Auch der Turmraum kam fuer die Unterbringung des Bernsteinzimmers nicht in Betracht, da die Gefahr bestand, dass die geleimten Platten mit dem Bernstein infolge der dort herrschenden Feuchtigkeit Schaden erleiden koennten.

Ob das Bernsteinzimmer noch bei den Luftangriffen im August 1944 im Schloss war, kann ich heute nicht mehr angeben. Es ist aber sicher, dass es bei den beiden Luftangriffen nicht zerstoert worden ist; nur die Spiegel, die wegen ihrer Groesse nicht eingepackt waren und in den Arbeitsraeumen des Suedfluegels aufbewahrt waren, sind be idem zweiten Angriff verbrannt. Ich erinnere mich sehr gut, dass Dr. Rohde am Tag nach dem Angriff in einem Gespraech mit mir erleichternd aufatmend feststellte, dass das eigentliche  Bernsteinzimmer wenigstens erhalten sei. Die luftschutzmaessig hergerichtete Auskunft des Suedfluegels war ebenfalls ausgebrannt.

Es ist mir allerdings auch nicht ausgeschlossen, dass in der Zeit zwischen dem 1. und 2. Luftangriff das Bernsteinzimmer ausgelagert wurde. Dr. Rohde un ich hatten lange zuvor Adelssitze und Gutshoefe auf ihre Eignung fuer die Unterbringung von Kunstschaetzen besichtigt. In diesen Tagen wurden im ganzen Schloss fieberhaft Luftschutzvorbereitungen getroffen, wobei ich mich in erster Linie um die Baulichkeiten, die Ordensraeume und die Kgl. Gemaecher bekuemmern musste.

Die Tafeln des Bernsteinzimmers bestanden aus Teilen, die mit Schrauben zusammengehalten wurden. In Kisten verpackt – auch aus Zarskoje Sselo kamen sie in Kisten – liessen sie sich verhaeltnissmaessig leicht transportieren. Die oberen Felder einschl. Der Goldleisten sind nicht nach Kbg. gekommen.

In der beiliegenden Skizze lassen sich die einzelnen Teile leicht erkennen :

Quelle : GStA

A) Panneel mit
B) Verbindungsstueck,
C) Grosses Feld,
D) herausnehmbares Mittelstueck (Namenszug mit Krone oder Bild)
E) Oberes Stueck mit reichen Bernsteinarbeiten,
F) Spiegel,
G) Fuellstueck (auch mit Bernsteinbelag)
H) Wandbrachen (kamen sehr beschaedigt nach Kbg.)

Ich wuerde mich freuen, sehr verehrter Herr Oberbaurat, wenn Si emit diesen Angaben etwas anfangen koennten und hoffe, dass ich Ihnen in Kuerze Naeheres ueber Dr. R. mitteilen kann. Die Behauptungen, dass er ein Naziagent gewesen sei, ist geradezu laecherlich, ebenso, dass er bewusst die Unterbringungsorte der Kunstgueter verschwiegen haben sollte. Ich fuehre sein damaliges Verhalten nur auf seine schlechte koerperliche Verfassung zurueck. Dr. R. war in manchen Dingen weltfremd und aengstlich, wie ich sehr of festgestellt habe.Das Chaos in Kbg hat ihn wahrscheinlich seelisch und koerperlich vollstaendig zermuerbt.

Mit herzlichen Gruessen auch an Ihre Gattin bin ich Ihr ergebener
(Unterschrift Henkensiefken)


Interessant an diesem Dokument ist der Hinweis auf nicht nach Königsberg gekommene Elemente des Bernsteinzimmers, welche Henkensiefken explizit erwähnt.

6 Tage später korrigiert, bzw. ergänzt Henkensiefken seine Ausführungen in einem weiteren Brief an Gerlach.



Kassel-Whoehe, den 15. Oktober 1960

Sehr verehrter Herr Oberbaurat !

Nachdem ich den Aufsatz von Frau Elias – Rohde in Nr. 42 des Ostpreussenblattes gelesen habe, muss ich meine Angaben berichtigen.

Aus der Erwaehnung der Tatsache, dass sich nach dem Brand in der Wehrmachtsausstellung im Oktober 1943 am Bernsteinzimmer Rauchschaeden – weisser Belag – zeigten, an die meine Frau und ich uns jetzt wieder sehr gut erinnern, ergibt sich ganz klar, dass das Zimmer erst nach der Ausstellung wieder ausgebaut sein kann. Es muss wohl in die Wehrmachtsausstellung einbezogen worden sein, den auch im 3. Stock des Unfriedbaus befand sich die Ausstellung und zwar waren dort die Aufgaben der Heeresverwaltung, z. B. Truppenverpflegung, an Beispielen und Proben dargestellt. Auch war in einem der ersten Raeume (ueber den Ahnensaal) ein vollstaendiger Unterstand mit viel Holz und Stroh aufgebaut, der wegen der erhoehten Feuersgefahr auf Ihren Einspruch entfernt werden musste.

Ob das Bernsteinzimmer noch im Winter 43/44 oder im Fruehjahr 1944 eingepackt wurde, kann ich nicht sagen. Die von Frau Elias-Rohde angegebene Zeit (Einsatz zum Bau von Panzersperren, also etwa von Mai 44 ab) scheint mir aber zu spaet zu sein.

Ueber das Schicksal von Dr. Rohde habe ich noch nichts erfahren.

Mit herzlichen Gruessen

Ihr ergebener
(Unterschrift Henkensiefken)


Die für Henkensiefken und Gerlach zum damaligen Zeitpunkt unklaren Umstände um den weiteren Lebensweg von Dr. Alfred Rohde standen im Mittelpunkt des dritten, und letzten vorliegenden, Briefes von Henkensiefken an Gerlach.



Wilhelmshoehe, den 10. November 1960

Sehr verehrter Herr Oberbaurat !

Ich komme erst heute auf Ihren Brief vom 23.10.zurueck, fuer den ich Ihnen herzlich danke, die Rueckfrage bei Frau Krueger in Potsdam erforderte doch laengere Zeit. Die alte Adresse von Frl. Rau war unvollstaendig, sie lautet richtig :

Muenchen, Karl-Postl-Str. 16 I.

Ueber Dr. Rohde habe ich von unserem Freudn, Zahnarzt Harry Ulkan, Bielefeld, Viktoriastrasse 1, vorlaeufig folgende Auskunft bekommen : Dr. R. war eine Zeitlang als Patient im Krankenhaus der Barmherzigkeit. Er hatte Dysenterie. Es ging ihm aber verhaeltnismaesig gut, war aber mit den Nerven voellig runter. Er konnte zu einer Zahnbehandlung bei Herrn Ulkan noch mehrere Treppen im Krankenhaus steigen. Zusammen mit ihm im Zimmer lag Herr Kallisch, Inhaber einer Buchhandlung in Kbg, der Herrn U. mitgeteilt hat, dass Dr. R. – wohl infolge Nervenzerruettung – mit Professor Boettner Auseinandersetzungen hatte, so dass er schliesslich aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Frau R. war nicht im Krankenhaus.Es ging ihr gesundheitlich besser und sie konnte durch Tauschgeschaefte (auf dem schwarzen Markt?) fuer ihren Mann Gruetze u. ae. Besorgen, die sie ihm dann ins Krankenhaus brachte.

Herr U. schrieb weiter, dass von beiden Rohde seiner gestorben und der andere sich das Leben genommen haben soll. Er nimmt an, dass Dr. R. gestorben ist, waehrend seine Frau, die abgesehen von ihrer besseren koerperlichen Verfassung auch viel unkomplitzierter war, freiwillig aus dem Leben gegangen ist. Ueber den ungefaehren Zeitpunkt gehen die Ansichten noch auseinander. Herr U. wird versuchen, ueber eine Bekannte, die s. Zt. als Krankenschwester in der Barmherzigkeit Dienst tat, Genaueres zu erfahren. Es geht allen so, die 15 Jahre, die dazwischen liegen, haben manche Erinnerung ausgeloescht.

Ich darf Sie, Herr Oberbaurat, bitten, mit Ruecksicht auf die Tochter von R. diese Mitteilungen nur soweit zu verwenden, als es Ihnen notwendig erscheint.

In der Beschreibung des Bernsteinzimmers im Fuehrer der Verwlt.der Schloesser und Gaerten ist ein Druckfehler. Der Architekt, der es in Zarskoje Sselo einbaute, hier Rastrelli nicht Rastelli.

Vielleicht haben Sie im Ostrp.Bl.Nr.45 gelesen, dass ich am 26.10.1960 mein 40jaehriges Dienstjubilaeum hatte. Das gab natuerlich allerlei Unruhe.

Mit herzlichen Gruessen auch an Ihre Gattin

Ihr ergebener
(Unterschrift Henkensiefken)  

Montag, 4. Juni 2012

Raid on Konigsberg - August 1944

Some kind of double decapitation strike took place in Konigsberg at the end of August 1944.

As consequence of this strike Konigsberg lost it's face, lost some of the unique masterpieces of arts and culture stored in the capital city of East Prussia.

The Archive Recovery Unit (ARU) of the South Thuringian Jonas Valley Society for Amber Room Research (STJGFB) discovered the Bomber Command Interpretation Report of the air strike.

 Photo : Bomber Command Interpretation Report

The cold interpretation of the results of the air strike reads as follow 

"Koenigsberg, the administrative center of that province of Germany which has been the malignant breeding ground of the arrogant military caste, a town which has stood unchanged for 600 years has, to the benefit of mankind, been wiped out over-night

 Photo : Konigsberg September 2, 1944

Air Ministery, Bomber Command Interpretation Reports, AIR 14/3773
Reference : AIR 14/3773 
Description: Interpretation reports: Konigsberg
Date: 1944 Aug.- Sept. 
Held by: The National Archives, Kew   
Legal status: Public Record


Samstag, 2. Juni 2012

Der Schutz von Kunstdenkmälern, Museums-


und Bibliotheksgut im Blickfeld der großen Kulturschutztagung 1942

Dr. Gall, Direktor der Staatl, Schlösser und Gärten, Berlin
Beobachtungen beim Schutz historischer Schlösser

(Auszug)
Ref. erwähnt zunächst verschiedene Schwierigkeiten allgemeiner Art, wie sie bei der Durchführung von Schutzmaßnahmen auch für die Staatlichen Schlösser (und Gärten) immer wieder auftreten.

Besondere Sorge bereitet u. a. die Erhaltung einer Mindestzahl von Kräften des Erweiter­ten Selbstschutzes, die im Brandfalle als Lösdimannschaften zur Verfügung stehen. Die eigene Gefolgschaft reicht hierzu in der Regel nicht aus. Die Schlösserverwaltung ist daher, um zusätzliche Kräfte zu gewinnen, hauptsächlich auf die Unterstützung militärischer Stellen angewiesen gewesen. So wird z. B. in dem schon wegen seiner Lage stark be­drohten und u. a. wegen der kaum zugänglichen Zwischenböden seines ohnehin unüber­sichtlichen riesigen Dadageschosses überaus feuergefährdeten Berliner Stadtschloß die Wachmannschaft neuerdings ständig durch einen kleinen Trupp von Soldaten verstärkt. Von großer Bedeutung ist, daß die Leute nicht zu oft wechseln, daß in jedem Falle immer einige Männer zugegen sind, die über das zu schützende Gebäude, namentlich die Dach­räume, möglichst genau unterrichtet sind. — Sodann ist dafür zu sorgen, daß auch in den Dadiräumen Beleuchtungsmöglichkeit besteht, damit sich die Wach- und Löschmannschaften bei nächtlidien Angriffen, vor allem bei Brandverdacht und -gefahr, überall rasch zurecht­finden können.

Der Redner teilte Näheres über den Brand des Kasseler Residenzschlosses mit und er­klärt, daß seiner Ansicht nach vor allem drei Umstände an der Vernichtung des Baues und seiner kostbaren Ausstattung wesentlichen Anteil gehabt haben: die zu schwache Brand­wache bzw. Löschmannschaft, der schon früh eingetretene Ausfall der Wasserzufuhr bzw. der Mangel an Ersatz-Wasserbehältern sowie die Unzulänglichkeit der Brandmauer am benachbarten Warenhaus.

Für die Potsdamer Schlösser sind fahrbare Magirus-Motorspritzen beschafft, in Sans­souci alle Fenster des Hauptbaues vermauert worden u. a. m.

Der Vortragende äußert in diesem Zusammenhang Bedenken gegen eine völlige Sper­rung der auch heute noch stark besuchten Berlin-Potsdamer Schlösser für Besucher, sieht sich jetzt allerdings vor die Notwendigkeit gestellt, eine große Zahl von z. T. noch an Ort und Stelle befindlichen wertvollen Bildern, Möbeln usw. herauszunehmen und zu bergen, d. h. die Schauräume weitgehend zu entleeren. Ein Ausbau der Boiserien läßt sich freilich kaum, ein Ausbau der Stuckdekorationen überhaupt nicht ermöglichen — so daß deren Sicherung im allgemeinen entfällt —, zumal die zur Bergung erforderlichen Fach­kräfte heute fehlen.